Altmühl – Wanderfahrten von Treuchtlingen – Riedenburg

von Thea Klaren
vom 08. - 15. September 2012

Am Samstagmorgen, den 08.09.2012, starteten wir, 7 Kanuten ab Bootshaus Kanu-Club Delphin, zum Zielort Pappenheim. Der dortige Zeltplatz ist uns noch von der Altmühl-Gepäcktour von 2008 her, vertraut.

Da wir diesmal wegen dem niedrigen Wasserstand keine Gepäcktour unternehmen konnten, haben wir alle Einerkajaks mitgenommen. Auf dem Campingplatz angekommen, mussten wir allerdings unser Gepäck über eine Holzbrücke zum eigentlichen Zeltplatz transportieren. Dazu standen zwei Gepäckwagen bereit. Gemeinsam hatten wir den Bus leergeräumt und alles zum Zeltplatz geschafft. Sofort haben wir die Zelte aufgebaut.


Klaus-Dieter und Rainer waren schneller als wir und hatten gut lachen.

Da wir die Nachmittagszeit noch voll ausnutzen wollten, begangen wir unsere erste Etappe von Treuchtlingen (8 km) bis hier zu unserem Zeltplatz in Pappenheim.



Dann meldete sich unser Magen. Gleich neben unserem Zelt konnten wir unsere Kochstelle auf dem Tisch einer überdachten Sitzgruppe aufstellen und sofort loslegen. Klaus-Dieter, Rainer und Marc sind in die Stadt gegangen, nur Dieter und Theo sind bei uns geblieben.


Dieter und Horst

Am Abend saßen wir gemeinsam gemütlich, plaudernd beisammen.

Für den kommenden Tag planten wir die zweite Etappe. Der Start begann ab Zeltplatz Pappenheim. Wegen der letzten Ferienwoche in Bayern, begegneten wir bei ausgezeichnetem Wetter viele ältere und junge „Wasserratten“, die mit Leihbooten unterwegs waren. Leider mußten wir wegen Grundberührung des öfteren auf dem Fluß aussteigen und treideln. Bei unseren Kajaks war es leichter, als bei den Leuten mit den Kanadier, die durch die Besatzung mehr Tiefgang hatten.

An dem Wehr „Solnhofer Mühle“ machten wir erstmals Pause

Einsetzen hinter dem Wehr  Solnhofer Mühle. Theo beim Einsteigen, dahinter Marc und Helfer.

 

Nach dem Solnhofener Wehr konnte man auf der linken Seite die Kalksteinfelsen betrachten, ebenso später die Felspartie der 12 Apostel

An der Straßenbrücke in Dollnstein beendeten wir unsere Fahrt.


An der Einsatzstelle Dollnstein Klaus-Dieter

Die dritte Etappe starteten wir am Ausgangspunkt Dollnstein vom Vortag. Da wir nach der Tour noch unser Lager nach Kipfenberg verlegen wollten, fuhren wir nur eine kurze Strecke von 16 km bis zur Straßenbrücke der B13 knapp 2 km vor Eichstätt.

Kurz vor Eichstätt sahen wir hoch droben auf der rechten Seite die Residenz Willibaldsburg

Nach Verladen der Boote fuhren wir zurück nach Pappenheim, um den Zeltplatz zu räumen, um in Kipfenberg ereut unsere Zelte aufzubauen.

Dort angekommen, hatten wir unsere Arbeit schnell erledigt. Danach gingen wir einkaufen. zwei Märkte waren in unmittelbarer Nähe des Campingplatzes. Getränke und Knabbergebäck mussten besorgt werden, da ich wegen meinem Geburtstag „Einen“ ausgeben musste. Ich erhielt einen schönen Strauß Gladiolen. (8 Tage hatte ich Freude daran.)


Frühstück vor der Fahrt. Klaus-Dieter und Thea

Die vierte Etappe starteten wir ab Zeltplatz Eichstätt. Wir hatten zum Glück wieder sehr schönes Wetter.


Dieter, Horst, Rainer und Marc

Zwei Wehre mußten wir umtragen, später kamen wir zur Turmruine Rieshofen an, wo wir dann Pause machten. In einer kleinen Bucht legten wir an und konnten unsere Boote dort an einem Eisenpfosten anleinen.


Rainer, Theo, Dieter und Thea


Turmruine Rieshofen aus dem 13.Jh.


Klaus-Dieter vor schönem Landschafts-Panorama.

Nach einer Strecke von 25 km gelangten wir zu unserem Campingplatz in Kipfenberg.

Den Rest des Tages nutzten wir zu einer Exkursion, wir besichtigten das Römer- und Bajuwaren Museum. Dort hatten wir interessante Einblicke in vergangenen Epochen.

Die fünfte Etappe war der Einstieg gleich vor Ort unseres Aufenthalts am Campingplatz Kipfenberg. Ein Wehr an der Kratzmühle war nicht fahrbar und musste umtragen werden. Später kamen wir an Beilngries vorbei, dessen romantische Altstadt wir noch vor vier Jahren in Erinnerung hatten. In Köttingwörth vor dem Wehr endete unsere Tour.

Mit der sechsten Etappe von Köttingwörth endete unsere Wandertour auf der Altmühl nach 5 km und mündete nun in den Main-Donau-Kanal, den wir weitere 15 km bis zum Zielort Riedenburg befuhren. Horst und ich waren die letzten, die vor dem Stauwehr kurz vor Riedenburg anlangten. Wir wurden von Klaus-Dieter erwartet, der uns dann schleuste. Vor dem Ausstieg hinter dem Wehr, warteten auch schon unsere Kameraden. Der Damm war ziemlich hoch und wir hatten nicht nur die lange Treppe, sondern auch noch einen Hang hinauf mit den Booten zu bewältigen. Als wir auf dem Zeltplatz des Campingplatzes Talblick ankamen,  waren wir sehr müde. Trotz allem wurden erstmals unsere Zelte aufgebaut. Danach machten wir uns frisch und bereiteten später unser Abendessen. Lange blieben wir auch nicht auf und legten uns früh zur Ruhe.

Für den letzten Tag planten wir eine Exkursion. Diese führte uns zur Burg Prunn in Riedenburg. Zeitlich kamen wir wohl ungelegen, da dort eine Trauung stattfand. Daher besichtigten wir die schöne Gegend und auf einer Plattform begegneten wir einen jungen Herrn, auf dessen Arm ein stolzer zahmer Steinadler thronte.

Unser nächstes Ziel war das Dorf Neuessing, dieses zum Landkreis Kehlheim (Niederbayern), gehört.

In malerischer Lage auf engem Raum liegt Neuessing zwischen den Dolomiterhebungen, auf denen die Ruinen von Randeck thronen und dem Ufer der Altmühl

Hinter der Essinger Brücke steht das Denkmal des Soldaten Josef Deifel (1790-1864) aus der bayerischen Armee zur Zeit der napoleonischen Kriege

Die Pfarrkirche von Neuessing ist ein wahres Schmuckstück

Als nächstes führt unsere Exkursion nun zur Befreiungshalle auf dem Michelsberg oberhalb der Stadt Kehlheim. Viele Touristen waren hier unterwegs.

Zum Andenken an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon wurde in den Jahren 1813-1815 das Denkmal im Auftrag König Ludwig I von Bayern, errichtet.

Die Innenansicht zeigt die Siegesgöttinnen des bayerischen Bildhauers Ludwig Schwanthaler (1802-1848).

Zum Abschluß gingen wir abends in einem Hotelrestaurant in Riedenburg. Gemeinsam bei Speis und Trank saßen wir dort gemütlich beisammen. Diese Erlebnisse haben noch nachgewirkt, denn es hat uns gut gefallen.

Am nächsten Tag beendeten wir unseren Altmühl-Urlaub und es ging wieder nach Hause in Richtung „KC Delphin Siegburg“.

Ahoi!

Eure Thea