Auf den Flüssen in der Lüneburger Heide

von Thea Klaren
vom 11. bis 19. Juli 2009

Elf Kanuten des KCD Siegburg, fuhren am Samstagmorgen gegen 7.00 Uhr mit ihren eigenen PKW´s zum Kanu-Club Uelzen. Der beladene Bootshänger wurde von Klaus-Dieter übernommen. Unser Vereinsbus war mit einer anderen Gruppe nach Frankreich gefahren Insgesamt waren wir mit vier Wagen unterwegs. Anfangs verlief die Fahrt zügig. Leider hatten wir auf der A2 in Richtung Hannover wegen Sperrung von zwei Fahrspuren (Baustelle), einen nicht enden wollenden Stau. Fahren in der Kolonne war nun nicht mehr möglich. Jeder von uns versuchte durch Abfahren auf die Landstraße dem Stau zu entkommen. Auch war es sehr heiß. Erst spät am Nachmittag trafen Horst, Hellena und ich auf dem Zeltplatz in Uelzen ein. Marlies, Klaus-Dieter, Wolfgang und Willi waren schon anwesend. Jürgen und seine drei Mitfahrer kamen als Letzte an. Der Zeltplatz des KC Uelzen liegt an der Ilmenau. Dort hatten wir für eine Woche unser Standlager. Erst als wir unsere Zelte aufgebaut hatten, machten wir uns frisch, dann kochten wir uns unser Abendessen, denn wir hatten wegen der langen Fahrt einen Riesenhunger. Anschließend verbrachten wir noch einen gemeinsamen Abend ehe wir uns müde zurückzogen.


Auf dem Zeltplatz des KC Uelzen

Am kommenden Morgen befuhren wir die Gerdau von Gr. Süstedt bis KC Uelzen. Wir hatten herrliches Wetter und es machte uns sehr viel Spaß.


Beim Einbooten auf der Gerdau                Auf der Fahrt

Die Gerdau ist ein landschaftlich schöner Fluss, nach wenigen Kilometern wird das Flussbett schmal. Eine kurze Strecke nach dem Ort Bohlsen mussten wir bei einer Mühle umsetzen. Danach noch mal bei dem Ort Hansen. Kurze Zeit später erreichten wir den Zusammenfluß der Stederau mit der Ilmenau, auf dieser wir dann bis zum KC Uelzen paddelten. Am zweiten Tag paddelten wir auf der Ilmenau. Der Start begann vor Ort. Nach einem Kilometer befuhren wir den Ratsteich, dann versperrte uns ein Wehr die Weiterfahrt, Wir mussten über die Ratswiese umtragen. Der Einstieg war wegen dem niedrigen Wasserstand, etwas schwierig.


Beim Umsetzen hinter der Ratswiese

Danach ging die Fahrt weiter und nicht lange gelangten wir an die Außenmühle von Uelzen. Wieder musste umtragen werden. Aber nicht Horst und ich. Auf der linken Seite befand sich eine Bootsrutsche, die allerdings nur für unbesetzte Boote gedacht sei. Wir aber sind trotzdem gut unten angekommen.


Nach der Rutschpartie                            Rastplatz Emmendorf

Wir fuhren weiter bis Rastplatz Emmendorf, dort legten wir eine Pause ein. Anschließend sahen wir uns die Infotafeln an. Weiter ging dann die Fahrt vorbei an schöner Landschaft, vorbei an einem Trettbootverleih. In unmittelbarer Nähe war der Bootsverleih-Hafen und eine Gaststätte, die wegen des schönen Wetters gut besucht war. Vorbei an vielen Wiesen mit urigen Rindern.

Es gab viel zu sehen und die Zeit verging darum sehr schnell. Nicht lange, da kamen wir an unser Ziel, Bad Bevensen an.

Am dritten Tag paddelten wir auf der Örtze. Große Waldgebiete und dicht überwachsen bietet sich die Örtze als typischer Heidefluss an. Von dem alten Heideort Müden starteten wir unsere Fahrt. Viele Kehren und das Umsetzen wegen Baumstämme, die den Weg blockierten, machten diese Fahrt schon zu einem Erlebnis.


Einstiegsstelle „Müden“                          Ausstiegsstelle wird gesucht.


Nach dem mühevollen Erlebnis können    Weiterfahrt in reizvoller Landschaft
wir uns erstmals ausruhen.                     bis zum Zielort Ewersen


Ausstiegsstelle Zielort Ewersen                            Bei der großen Hitze hat man
                                                                          auch großen Durst.

Der dritte Erlebnistag war nun zu Ende. Es hat uns allen recht viel Spaß gemacht. Wir hoffen nur dass das Wetter uns weiterhin so hold bleibt.

Der vierte Tag war nun als Ruhetag ausgeschrieben. Gepaddelt wird heute nicht. Nun hatten wir etwas ganz besonderes vor. Wir machten eine Reise mit dem Zug nach Hamburg.


Hundertwasserbahnhof Uelzen                 Angelika präsentiert die Speicherstadt
Hundertwasser war ein bekannter             Hamburg
österreichischer Baumeister

Wer kennt nicht die Patrizier, die zur Zeit der Hanse ihr Warendepot auf dem Speicher hatten. Die Seilzüge an den Häusern erinnern daran. Den Interessen gemäß teilten wir uns in zwei Gruppen. Die erste Gruppe, Marlis, Elfriede und Angelika besuchten das Gewürzmuseum. Die zweite Gruppe, Horst, Thea, Klaus- Dieter und Günter besuchten das Eisenbahnmuseum.

Im Eisenbahnmuseum fanden wir eine tolle Anlage vor. Über mehrere Bildschirme konnte jede Anlage gesteuert werden. Mal im Tageslicht und auch als Nachtansicht. Es war sehr schön, die beleuchteten Häuser, die vorbeifahrenden Züge von der Dampfllok bis hin zur ICE zu bestaunen.

Nach unserer Besichtigung im Eisenbahnmuseum, wurden wir draußen von den Damen aus dem Gewürzmuseum empfangen. Gemeinsam machten wir noch eine Schiffstour, danach ließen wir uns am Hafen bei einem kühlen Bier nieder. Nach unserer Rückkehr schlenderten wir noch durch Hamburg und spät abends fuhren wir wieder mit dem Zug zurück. Dies war ein schöner und heißer Tag gewesen. Hoffentlich bleibt es so.

Am fünften Tag stand nun die Elbe auf dem Plan. So schön wie sonst hat auch diesmal der Tag wieder begonnen. Als wir alle Boote aufgeladen hatten, fuhren wir zum Startort Hitzacker


Nach dem Einbooten vor Hitzacker          Fähre auf der Elbe

Es war schön auf der Elbe zu fahren, leider hatten wir starken Gegenwind, man brauchte eine gute Kondition, um die Tour ohne Mühe zu schaffen. Nach einer großen Strecke fanden wir eine Bucht, wo wir uns nach unserer Rast wieder wohlfühlten.


Rast an der Elbe

Von allen Kanutouren war diese auf der Elbe mit 32 km, die längste. In Radegast booteten wir aus und fuhren zum KC Uelzen zurück. Die Planung für den nächsten Tag fiel buchstäblich ins Wasser. Die ganze Nacht über hatte es geregnet und Marlis beklagte sich über einen nassen Schlafsack. Wir beschlossen nach Hause zu fahren. Am Morgen hatten wir Glück, dass wir alle unsere Zelte trocken abbauen konnten. Wir hatten gemeinsam eine schöne Zeit verbracht.

Ahoi
Eure Thea