Kanutour auf der Elbe '04
06. - 14. Juni 2004

Am Sonntag, den 6. 6. fuhren 6 Delphine von Siegburg nach Schmilka, der Ausgangspunkt für eine schöne Kanutour. Hermann-Josef, unser Fahrer brachte uns zügig und sicher in 8 Stunden dorthin. Schon um 10Uhr sahen wir die Elbe und waren direkt begeistert. Schnell packten wir unsere Sachen in die 3 Kanadier, holten uns den Stempel für unsere Fahrtenbücher ab und schon ging es los.

Die herrliche Landschaft des Elbsandsteingebirges genossen wir in vollen Zügen. An einer Seilfähre mussten wir eine Rast einlegen. Dort trafen wir andere Kanuten. die uns die Übernachtung im Ruderclub Pirna empfahlen und wo wir auch unseren Bus abstellen durften. Nachdem wir unser Gepäck und Boote mühsam das steile Ufer hoch geschleppt hatten, die Zelte aufgebaut waren, ließen wir uns das leckere Radeberger und die Bratkartoffeln mit Sülze im Bootshausrestaurant schmecken.

Am 2. Tag machten wir einen Abstecher zur Bastei, die uns eine herrliche Aussicht über das Elbtal ermöglichte. Mittags beluden wir unsere Boote und paddelten Richtung Dresden.

Das Panorama der Burgenlandschaft war überwältigend und bald sahen wir die laute Stadt Dresden am linken Ufer vorbeiziehen.

In Radebeul übernachteten wir im Kanuclub, Dort packten wir unseren Grill aus und Theo spielte auf seiner Mundharmonika bis spät in die Nacht hinein.

Am 3. Tag holten wir uns im Kanuclub Meissen unsere wohlverdienten Medaillen ab. Einige wollten noch einen Stadtbummel machen, um auch noch den Proviant aufzubessern.

Weiter ging’s an den Weinbergen vorbei, mit viel Gegenwind kamen wir am Kanuclub Lokomotive Riesa an. Dort machte ein Schwan uns das Anlanden schwierig und wir verließen fluchtartig unsere Boote und retteten uns an Land. Leider gab es hier noch keinen Kühlschrank und wir mussten handwarmes Bier zum Gegrillten trinken.

Am 4. Tag überraschte uns ein Gewitter und wir mussten die Mittagspause in einem Fährhaus verbringen. Als das Wetter es zuließ konnten wir unsere Fahrt fortsetzen. In Torgau war es nicht möglich im Bootshaus zu zelten, da dieses gerade neu errichtet wurde, weil die Jahrhundertflut die Fundamente zerstört hatte.

Wir lagerten an der Uferböschung und konnten die sanitären Anlagen des Rudervereins nutzen, die uns dafür 4€ (die höchste Platzmiete) abverlangten.

Dort machten wir einen Stadtbummel mit Eisbecher und leckerem Köstritzer eiskalt.

Der 5. Tag brachte viel Wind mit und wir mussten uns mächtig anstrengen um unser Ziel Wittenberg zu erreichen. In der Mittagszeit wurden wir sogar von einer Hagelschauer überrascht.

Doch im Kanuclub Harmonie in Elster wurden wir mit Kaffe und Kuchen versöhnt.

Die Anlage war klasse und ein „Horst“ mähte mit viel Liebe den gepflegten Rasen, beinah wären wir dort geblieben, aber wir wollten ja nach Wittenberg.

Dort gab es eine gepflegte Anlage, die sogar von einem eigenen Hausmeister beaufsichtigt wurde.

Bei einem Stadtbummel erfuhren wir, dass an diesem Wochenende die Hochzeit Luthers gefeiert wurde und wir entschlossen uns noch einen Tag hier zu verweilen.

Am 6. Tag machten wir einen Spaziergang durch die Stadt. Unser 1. Ziel war die Hundertwasserschule, die uns sehr beeindruckte.

Danach verteilten wir uns im Städtchen, besichtigten die Schlosskirche und Luthers Thesen, sowie sein Wohnhaus, aber auch die vielen mittelalterlichen Stände.

Abends besuchte ein Biber vom gegenüberliegenden Ufer das Kanugelände, für die Einheimischen was ganz Alltägliches, für uns eine Attraktion.

Am 7. Tag waren wir froh wieder im Boot zu sitzen, aber leider zu unserer letzten Etappe, nämlich nach Dessau Kanuclub Rodleben. Hier bauten wir zum letzten Mal unsere Zelte auf und zum Abschied gingen wir hier am Sandufer schwimmen.

Auch hier erwartete uns am Abend eine ÜBERRASCHUNG: ein Storch stolzierte quer über den Zeltplatz.

Am nächsten Tag holte Hermann-Josef den Bus von Pirna ab und wir anderen fuhren nach Dessau, wo wir das Motorbootrennen sehen wollten. Leider war alles abgesperrt und der Eintrittspreis 20€ erschien uns für die Lärmbelästigung zu hoch.

Als unser Fahrer zurückkehrte fuhren wir gemeinsam zum Essen, wobei wir die fachkundige Leitung des Vorsitzenden des Kanuvereins in Anspruch nahmen. Beim Essen stellten wir alle fest, dass diese Fahrt ein voller Erfolg gewesen ist und das wir auch nächstes Jahr wieder mitfahren wollen.

Ich hoffe, dass euch die kurze Schilderung unserer Tour gefallen hat und das Interesse an der Elbe geweckt hat.

Eure Angelika